Life

El Imbatido

Ein Gespräch mit dem alterslosen Alejandro Valverde

Alejandro Valverde ist 39 Jahre alt. Er ist 2002 Profi geworden, aber er ist immer noch heiß darauf, gute Ergebnisse zu erzielen, er ist heiß darauf, neue Dinge auszuprobieren, und er ist heiß darauf, einer neuen Generation von jungen Fahrern im Team Movistar zu helfen.

Das Movistar Team, ein spanisches Team, das zum ersten Mal auf SRAM eTap AXS und Zipp-Laufrädern fährt, ist internationaler geworden, und mit 13 neuen Fahrern im Team steht Valverde ein interessantes Jahr als ältester und erfahrenster Fahrer in der Mannschaft bevor.

Trotz seiner beeindruckenden Handflächen ist er immer noch bescheiden.

Das Team besteht nicht nur aus mir, mir, mir, mir. Es ist ebenso wichtig, meine Erfahrung mit den neuen und den jüngeren Fahrern zu teilen und meinen Teamkollegen Marc Soler und Enric Mas zu helfen. Wir gewinnen als Team

Seine Worte verkörpern das Motto des Kaders: „Rodamos juntos“, wir fahren zusammen.

Wir haben uns vor dem ersten Rennen der europäischen Straßensaison auf Mallorca mit 'El Imbatido' zusammengesetzt und einige Standardfragen und einige nicht so standardmäßige Fragen gestellt, die über die SRAM Social Media Accounts eingesandt wurden.

Hast du nach all den Jahren, mit über hundert Siegen, darunter ein Regenbogentrikot und die Vuelta 2009, noch Träume?

„Die Olympischen Spiele sind mein Traum für 2020. Das sind meine fünften Spiele. Ich habe 2008, als mein Teamkollege Samuel Sánchez gewann, gesehen, was das bedeutet. Die Spiele haben eine große Wirkung auf der ganzen Welt und zu Hause. In Spanien besucht man den König, wenn man eine Medaille gewinnt, und der Gewinn einer olympischen Medaille, ganz zu schweigen von einer Goldmedaille, ist eine große Sache und ein großer Traum für mich persönlich. Der Kurs ist hart und anspruchsvoll, aber er sollte mir gefallen. Trotzdem wird es unglaublich schwierig sein, in Tokio zu gewinnen.“

Dies wird Dein erstes Jahr auf ZippSpeed-Scheibenbremsen sein. Wie sind Deine bisherigen Erfahrungen?

„Als Kletterer hatte ich wegen des Gewichts immer ein bisschen Bedenken vor Scheibenbremsen, aber diese sind wirklich gut und leicht. Außerdem sind sie sehr zuverlässig und ihr Verhalten auf der Straße ist wirklich gut.“

Rennradfahrer sind oft ein bisschen abergläubisch. Was sind denn Deine Angewohnheiten?

„Früher habe ich immer die Schnellspanner an meinen Laufrädern überprüft, aber jetzt haben wir Scheibenbremsen, das kann ich natürlich nicht mehr machen. Ich stelle auch meine Schuhe kurz vor dem Start ein. Zuerst links und dann rechts. Und kurz vor dem Rennen bekreuzige ich mich immer.“

Heutzutage machen die Fahrer mehrere Disziplinen wie Bahn- und Cyclocross-Rennen. Hast du vor, so was zu machen?

“Ich würde gerne Cyclocross ausprobieren, aber es funktioniert nicht mit meinem Knie nach dem Unfall, den ich zu Beginn der Tour de France 2017 hatte. Die Explosivität ist jetzt bei diesem Knie schwieriger, und das braucht man beim Cyclocross. Aber es ist großartig, dass die verschiedenen Radsportarten sich jetzt immer mehr ergänzen, Bahn und Straße, Cross und Straße usw.“

Du bist ein Familienmensch. Was sind deine liebsten Familientraditionen?

„Ich bin einfach gerne zu Hause mit meiner Frau und unseren vier Kindern. Wir hängen zusammen ab, gehen essen oder ins Kino.“

Was gefällt dir am besten an der neuen SRAM eTap AXS?

„Sie funktioniert wirklich gut. Es gibt keine Kabel und sie ist sehr leicht. Die Handhabung und das Schalten kostet kaum Aufwand.“

Was würdest du deinen drei Söhnen oder deiner Tochter raten, wenn sie Rennradsportler werden wollten?

„Zunächst einmal würde ich mich freuen, wenn sie mit dem Rennradfahren anfangen würden. Aber sie spielen lieber Fussball. Ich würde ihnen immer den gleichen Rat geben: Habt immer Spaß an dem, was ihr tut!“

Die Familie ist wichtig für dich. Hat das Vater-Sein dich als Fahrer verändert?

„Meinst du damit die Vermeidung von Risiken und so weiter? Nein, das kannst du nicht bringen. Natürlich denkt man an sie, aber wenn man anfängt, zu zweifeln oder Risiken zu vermeiden, hat man schon verloren.“

Deine Karriere dauert schon sehr lange. Was ist eigentlich dein Geheimnis?

„Es gibt kein Geheimnis. Man muss immer wieder hart an seiner Form und Ausdauer arbeiten. Leidenschaft ist ein wichtiger Antrieb. Und eine Familie zu haben, die einen unterstützt. Sie sind natürlich an mein Leben gewöhnt, aber ihre Unterstützung ist wichtig. Und ich fühle mich hier bei Movistar wirklich zu Hause. Ich gehöre schon lange zu diesem Team, und Eusebio (Unzué) ist wie ein Vater für mich.“

Wer war das Idol deiner Jugend?

„Miguel Indurain ohne jeden Zweifel! Er ist auch der Grund dafür, dass ich mit dem Radfahren angefangen habe, aber noch wichtiger war, dass es in meiner Familie bereits viele Rennradfahrer gab. Das hat mich auch motiviert.“

In deiner Karriere hast du viele Gegner gehabt. Wer war dabei der größte Konkurrent?

„Alberto Contador! Ich habe ihn immer respektiert, und wir haben uns große Kämpfe geliefert.“

Alejandro fährt das Canyon Ultimate CF SLX und Aeroad CF SLX mit SRAM RED eTap AXS HRD und einer Auswahl an Zipp-Laufrädern.